FÖRDERMITTELBERATUNG Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften. Je nach Finanzbedarf und Zielgruppe bieten Bund und Länder unterschiedliche Förderinstrumente zur Unterstützung von GründerInnen und mittelständischen Unternehmen an. Zuschüsse kommen bei Gründungs- und Wachstumsvorhaben in ausgewählten, klar definierten Bereichen zum Einsatz. Beispiele sind der Gründungszuschuss der Bundes- agentur für Arbeit für Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, das EXIST-Gründer- stipendium für Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder die Förderung von Unternehmensberatungen bzw. Coachingmaßnahmen. Investitionszuschüsse werden insbesondere in den Fördergebieten der Gemeinschafts- aufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährt und sind an besondere Voraussetzungen - vor allem die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungs- plätzen – gebunden. Darlehen stellen das klassische Instrument zur Förderung von Investitionsvorhaben dar. In vielen Fällen ermöglichen sie erst die Realisierung eines Projektes. Vorteile von Förder- darlehen sind gegenüber dem Marktzinsniveau günstigere und über lange Zeiträume feste Zinssätze, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Anlaufjahre. In einigen Programmen können neben Investitionen auch Betriebsmittel mitfinanziert werden (KfW-StartGeld, KfW-Unter- nehmerkredit, ausgewählte Landesprogramme). Förderdarlehen werden stets über die Hausbank des Antragstellers beantragt und ausgereicht (Hausbankverfahren). Haftungs- freistellungen können dazu beitragen, das Risiko der Hausbank zu reduzieren und damit die Bereitschaft zur Durchleitung von Förderdarlehen erhöhen. Nachrangdarlehen stellen eine Mischform aus vorhandenem Eigenkapital und Fremd- kapital dar (Mezzanine-Kapital). Der Darlehensgeber, hier also die Förderbank, tritt im Rang hinter die Forderungen der übrigen Fremdkapitalgeber zurück. Die Nachrangtranche im Darlehen besitzt damit eine eigenkapitalähnliche Funktion, es muss in der Regel keine Sicherheit gestellt werden. Damit verbessert sich die Bonität des Fördernehmers und erleichtert ihm den Zugang zu weiteren Finanzierungsmitteln. Wichtig ist jedoch: Natürliche Personen haften als Endkreditnehmer persönlich für die Rückzahlung des Darlehens. Bürgschaften ergänzen bankübliche Sicherheiten und ermöglichen so bei nicht aus- reichenden Sicherheiten die Aufnahme von Fremdkapital. Abgesichert werden sowohl Förderdarlehen als auch Hausbankdarlehen. Die Verbürgung von Kontokorrentkrediten, Leasingfinanzierungen und so genannten Avalkrediten ist ebenfalls möglich. Eine zentrale Rolle für die Bereitstellung von Bürgschaften spielen die Bürgschaftsbanken als regionale Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft in den Bundesländern. Beteiligungen kommen bei technologieorientierten Gründungsvorhaben, aber auch bei mittelständischen Innovations- und Wachstumsvorhaben mit größerem Kapitalbedarf zum Einsatz. So übernehmen die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBG) - wett- bewerbsneutrale und nicht gewinnorientierte Selbsthilfeeinrichtungen der gewerblichen Wirtschaft in den Bundesländern - stille Beteiligungen zur Verbesserung der Haftkapitalbasis von Existenzgründern und bestehenden Unternehmen, wenn das zu finanzierende Vorhaben tragfähig ist. Das gesamte Spekturm aller Fördermöglichkeiten und Modelle ist jedoch viel zu umfangreich als dass man es hier präsentieren könnte. Nutzen Sie hierzu unseren Fördermittelcheck mit dessen Hilfe wir das für Sie ideale Förder- modell benennen können.